Der Innovation Campus Lemgo ist ab sofort als Verein organisiert. Am 26. Januar trafen sich die Vertreter der beteiligten Institutionen in Lemgo, um die Vereinsgründung zu besiegeln und die ersten Sitzungen des Steuerkreises und des Vorstandes abzuhalten. Gründungsmitglieder sind die Hochschule OWL, die Alte Hansestadt Lemgo, der Kreis Lippe, das Fraunhofer IOSB-INA, die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, die Lipperlandhalle GmbH und die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold.

Mit der Gründung eines eingetragenen Vereins ist eine passende Organisationsstruktur gefunden, die auf den vorangegangenen Schritten – der Machbarkeitsstudie, einer Planungswerkstatt und einem städtebaulichen Masterplan – aufsetzt und eine gemeinsame, nachhaltige Strategie zur Entwicklung des Standortes umsetzen wird. Ziel des Vereins ist, die bestehenden Kooperationsbeziehungen zu stärken, Synergien auszuschöpfen und weitere Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Bildung wie auch Studierende für den Standort Lemgo zu gewinnen. Die Vereinsgründung schafft die Voraussetzungen, um die organisatorischen Abläufe des Innovation Campus Lemgo zu optimieren: Die Anwerbung von Unternehmen, die Unterstützung von Ausgründungen, die Beantragung von Fördermitteln, aber auch das Marketing und die Durchführung von Transferveranstaltungen sollen künftig in einer Geschäftsstelle des Vereins gebündelt werden.

Der Innovation Campus Lemgo konzentriert an einem Ort Akteure aus beruflicher und akademischer Bildung, Forschung, Handwerk und Industrie entlang der kompletten Innovationskette der digitalen Wirtschaft. Das Campusgelände umfasst das Areal im Süden Lemgos rund um die Hochschule OWL und das Fraunhofer IOSB-INA, das Centrum Industrial IT, die SmartFactoryOWL, die Berufkollegs und die Lipperlandhalle. Er ist internationale Austauschplattform und Nukleus für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen im Themenfeld Smart System Technologies und vernetzt Partner im Dreiklang „Bildung – Forschung – Wirtschaft“. Mit der Vereinsgründung nimmt der Innovation Campus Lemgo die nächste Stufe auf seinem Weg, der „Motor für regionales Wachstum durch Vernetzung und digitale Transformation“ in der Region Ostwestfalen-Lippe zu werden, wie es die Satzung des Vereins festhält.

Lokal, regional und international vernetzt

Dr. Axel Lehmann, Landrat des Kreises Lippe: „Der Campus stärkt die Innovationskraft der gesamten Region und ich bin mir sicher, er wird eine über die Region hinausgehende Strahlkraft entwickeln, die zur Zukunftsfähigkeit Lippes ganz entscheidend beitragen wird.“

Dr. Reiner Austermann, Bürgermeister der Stadt Lemgo, sieht im Innovation Campus Lemgo den Schlüssel, um die Stadt erfolgreich für die Zukunft aufzustellen: „Beim städtebaulichen Planungsprozess geht es um zwei Kernaspekte: die Entwicklung des Campus selbst, und – was mich als Bürgermeister besonders beschäftigt – eine bessere Vernetzung zwischen dem Campusareal und der historischen Altstadt. Der Verein ist offen für weitere Mitglieder, die sich in die Entwicklung einbringen möchten.“

Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, ist sich sicher, dass auch die internationale Sichtbarkeit durch den Innovation Campus gestärkt wird: „Mit der Vereinsgründung gehen wir einen konsequenten Schritt in der interdisziplinären Vernetzung von Bildung und Wissenschaft, Innovation und Produktion sowie Stadt- und Regionalkultur auf dem Campus. So können wir es weiterhin schaffen, talentierte junge Menschen aus OWL, aus Deutschland aber auch aus der ganzen Welt nach Lemgo zu holen und in der Region zu halten.“

Startschuss der Baumaßnahmen auf dem Innovation Campus Lemgo ist der Neubau eines Institutsgebäudes für das Fraunhofer IOSB-INA. Dessen Direktor Professor Dr. Jürgen Jasperneite betont: „Der Campus kann sich über die zukünftige Entwicklung der digitalen Wirtschaft als Wachstumsmotor für die Unternehmen und die Gesellschaft in der Region etablieren“, so Jasperneite. „Wir hoffen dieses Projekt auch durch die Regionale 2022 in OWL weiter voranzubringen – unter anderem ist hierfür die jetzige Vereinsstruktur eine wichtige Basis.“